red, green, blue

Video, dreiteilig
Wenduine, Belgien 2013 (c) Video, Sound: Beate Gördes

Auszug aus einer Eröffnungsrede von Dr. Jenny Graf-Bicher:

Was immer Beate Gördes aus diesen kleinen Szenen macht, am Anfang steht das Erstaunen über ein dargebotenes Schauspiel, das nicht gesucht, aber gefunden werden wollte.

red

Die Ruhe der Kamera ist das Pendant zum plötzlichen Innehalten im Alltag, zur Versenkung in die überraschende Einfachheit des Geschehens, in seine Schönheit, in die Lebenslust oder auch die Melancholie, die von ihm ausgeht.

green

In der Zwillingsarbeit „red, green, blue“, sind die filmisch aufgenommen Szenen mit tanzenden Menschen am Strand noch komplexer verfremdet: verschiedene Färbungen, Verlangsamung, starke Unschärfe, Spiegelungen, dazu die Verdoppelung. Die Szenen laufen in den beiden Monitoren nicht synchron und zudem in unterschiedlicher Farbabfolge, so dass sich die traumhaft freien Bewegungen ohne Ende in aller Schwerelosigkeit fortsetzen.

blue

Diese kurzen Filme: Rohmaterial für Beate Gördes. Mit komplexen Bearbeitungen transformiert sie das flüchtige Erlebnis so, dass es Raum, Dauer und Intensität gewinnt. Und beim ruhigen Betrachten (und Horchen) kann sich schließlich eine Fülle von Reflexionen und Empfindungen eröffnen, die weit über das einfache Wiedererkennen und Benennen hinausreicht und vielleicht dem ursprünglichen Erleben der Künstlerin nahe kommt.
Auszug aus der Eröffnungsrede von Dr. Jenny Graf-Bicher zur Ausstellung poesis.hier

 

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Ausstellung Quartier am Hafen, Raum Q18, Köln-Poll

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